Kopfbedeckungen: Nina und Nino gut behütet

von Nina Senft

Mädels: Nachfolgend mache ich euch einige Vorschläge, was auf der weiblichen Haarpracht Platz finden kann:

1. Der Birdcage: ein stylischer Hingucker, den leider viel zu wenige Bräute tragen. Es gibt ihn in kurz oder kinnlang, den kompletten Kopf oder doch nur das Gesicht bedeckend, mit einfachem Netztüll oder beflocktem Tüll – hier mein Tipp: Geht in einen Hutladen und lasst ihn euch dort ganz individuell anfertigen. Der Preis liegt um 100 Euro. Bzgl. einer seitlich angebrachten Tüll-Blüte oder ähnlichem sind dann bei der Anfertigung eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt (er ist mein heimlicher Favorit)… Sieht super aus bei kürzeren und schmal geschnittenen Kleidern.
2. Der Schleier: Der Klassiker unter den Braut-Kopfbedeckungen. Auch ihn gibt es in verschiedenen Längen – von Schulterlang bis zur Prinzessinnen-Schleppe. Aber Mädels: er kann auch ganz schön schwer werden… Ihr bekommt ihn aus Tüll oder Spitze und er ist durchaus auch mit einem Diadem oder Krönchen kombinierbar. Schön für Kleider mit A-Linie.
3. Der Hut: Ihr wollt es stylisch? Ihr seid mutig? Ihr gebt als Dresscode für die weiblichen Gäste einen Hut an? Dann feiert es – euer persönliches Ascot! Erlaubt ist alles – von Pillbox oder 20er Jahre- Cloche bis zum romantischen Schlapphut. Um DEN Hut zu finden, gibt es auch einschlägige Internetseiten. Wenn schon mutig, dann auch richtig – ein Hut sieht fantastisch aus zu einem Hochzeitsoverall!
4. Für die Romantischen – das Blumenkränzchen… auch hier gibt es Unterschiede: von zierlich mit kleinen Blüten bis hin zum wuchtigen großblütigen Kranz. Je nach Haarmenge und –dichte empfehle ich bei dünnem/feinen Haar die zarte, bei dickem und viel Haar die auffällige Variante mit vielen Blüten. Schön vor allem auch bei freien Trauungen auf der grünen Wiese, im Wald oder am Strand! Kombiniert mit einem Bohokleid aus Spitze einfach schick! Ihr wollt keine echten Blüten (obwohl das SEHR schön aussieht!)? Dann gibt es auch Haarbänder, in die Seidenblüten eingearbeitet sind. Achtet hier aber auf Qualität, damit es auch wirklich gut aussieht!
5. Der Fascinator: er ist meist den Rockabilly-Bräuten vorbehalten. Aber warum eigentlich? Es gibt ihn in sämtlichen Farben und Formen, kleiner und größer, mit und ohne Federn oder Blüten… Macht euch doch einfach mal in einem guten Hut- oder ausgesuchten Modegeschäften kundig!
6. Last but not least das diesjährige Highlight: Das Diadem (engl. Tiara). Dieses Schmuckstück darf auf keiner royalen Hochzeit fehlen – egal ob romantisch verspielt oder schlicht und modern. Hauptsache, es funkelt. Perfekt für die Prinzessinnen unter euch!
Männer aufgepasst: Hut, Zylinder, Melone, Cap oder Mütze. Alles kann, nichts muss. Aber auch ihr dürft auf eurer eigenen Hochzeit modisch auftrumpfen!
Die Kopfbedeckung sollte nur zu eurem sonstigen Outfit passen…

1. Der Zylinder oder Chapeau-claque: ihr müsst weder Pferdesport betreiben, noch zaubern, um ihn zu tragen. Denn dieses edle Teil, ein hoher, steifer, meist schwarzer Herrenhut, gehört zum Cut oder Frack wie der Topf zum Deckel! Ihr feiert eine besonders festliche Hochzeit? Dann seid ihr damit richtig angezogen!
2. Ein Käppi: eigentlich stammt dieser Kopfschmuck ja aus dem Militärischen. Deswegen steht es hier für alle Uniform-Kopfbedeckungen. Ihr seid Pilot, Kapitän, Soldat, Jäger,…? Dann könnt ihr durchaus auch in dieser vor den Altar oder Trauredner treten – natürlich mit der passenden Kopfbedeckung.
3. Mit Schirm, Charme und… Melone: Dieser von den Bowler-Brüdern aus England entwickelte Klassiker war nicht nur das Markenzeichen von Filmkomikern wie Charlie Chaplin. Auch ihr werdet bei euren Gästen sicherlich als Mode-Guru in Erinnerung bleiben, wenn ihr sie bei eurer Hochzeit tragt.
4. Ihr feiert eine Mottohochzeit z.B. zum Thema Western? Dann ist selbstverständlich auch ein Cowboyhut ein Muss!
Liebe Männerwelt, wenn ihr kirchlich heiratet, sollte ihr aber bedenken, dass ihr – vor allem bei der katholischen Eheschließung – den Hut abnehmt, bevor ihr die Kirche betretet! Und auch bei der evangelischen oder freien Trauung ist es höflich, den Hut zumindest während der Zeremonie abzulegen. Drückt ihn einfach eurem Trauzeugen in die Hand!

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